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Sonntag, 16. Juni 2019

Als Kind fragte ich mich immer, wie lang die Nacht ist

Wie lang ist wohl die Nacht? Heute weiß ich, sie ist zu kurz. Das wurde mir klar als ich an meine Eindrücke als Kind zurückgedacht habe. Die Nacht war unantastbar. Ein Mysterium, das mir eine Zeitreise zum Frühstück bescherte. Manchmal sind wir heimlich bis halb vier wach geblieben und waren so müde, dass wir nicht mal mehr den Mund zum sprechen bewegen konnten und dann ins Land der Träume fielen. Die ersten Nächte durchzumachen als Teenie änderte meinen Blick auf die Welt sehr. Der Körper war plötzlich losgelöst von den Konfigurationen des Alltags der Gesellschaft. Meine Mutter hingegen gehört zu den Personen, die gerne glauben, dass der Schlaf vor 12 Uhr nachts der beste der ganzen Nacht seie. Warum auch immer. Das weiß niemand. Ich war schon in der Schule eine Nachteule und hatte so meine Probleme mit diesem früh ins Bett gehen. Ich weiß nicht so genau, wie ich es geschafft habe immer um 8 aufzustehen und ich weiß, dass ich oft morgens Bauchweh hatte, weil ich aus dem Schlaf gerissen wurde und mein Körper das scheiße fand und ich hoffe nie wieder einen Alltag zu haben, der vor 8 Uhr morgens beginnt. Das entspricht nicht meinem Rhythmus, wie ich lebe, wenn ich auf mich höre, statt den Uhrzeiten der Einrichtungen, die ich besuche. Angeblich gewöhnt man sich an alles, aber an die Start-Uhrzeit in der Schule habe ich mich auch nie gewöhnt.


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