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Montag, 17. April 2017

Können sie bitte ihr Kind anleinen? Mein Hund hat Angst

Ich finde es interessant, dass die Leute in unserer Gesellschaft, also auch in meinem Freundeskreis, irgendwie alle unterschiedlich viel über unseren eigenen Konsum aufgeklärt sind. Ich möchte keine große Aufklärungsrunde starten oder behaupten, ich wüsste alles, aber der Fleischkonsum pro Kopf ist heutzutage ungefähr doppelt so hoch wie noch vor 100 Jahren und vier mal so hoch wie vor 200 Jahren. Das ist erschreckend, wenn man bedenkt, was die  Fleischproduktion für die Umwelt bedeutet. Auch ohne die Produktion von Fleisch ist unser ökologischer Fußabdruck auf der Erde schon viel zu hoch. In einigen Jahren werden wir theoretisch drei Erden benötigen, um unseren Ressourcenbedarf zu decken. Für Industrieländer liegt der Wert bereits jetzt bei drei, aber bei Entwicklungsländern noch nicht.
Früher war Fleisch auch bei uns ein Luxusgut und bei meiner Oma gab es immer nur sonntags einen Braten. Seit vielen Jahren schwankt der Fleischkonsum in Deutschland um circa 65 kg pro Kopf pro Jahr. Das gute ist: er sinkt auch seit wenigen Jahren wieder. Der Veganismus/Vegetarismus-Trend trägt eben Früchte und ich finde, einfach jeder sollte Fleisch zumindest bewusster konsumieren heutzutage. Mir persönlich fällt es auch sehr schwer ganz auf Fleisch zu verzichten, weshalb ich mehrmals im Jahr vegetarische Monate mache, um die restlichen ein klein wenig aufzuwiegen und Selbstbeherrschung zu üben. Außer dem vegetarischen Burger bei Beef Brothers in Köln, schmecken mir fleischlose Alternativen eben meistens nicht so gut oder sind zu teuer. Rewe z.B. bietet mittlerweile einige Ersatzprodukte an, aber die werden von Firmen hergestellt, die auch richtige Fleischprodukte produzieren und werden deswegen umgangen, denn dann könne man ja auch gleich die Fleischvariante kaufen, wenn man die Produktion eh schon unterstütze, aber ich finde, das ist der falsche Ansatz. Wer das Geld für die Ware ausgeben kann, soll es sehr gerne machen, denn die Firmen werden so oder so nicht ganz verschwinden und die richtige Produktsparte zu fördern ist doch sinnvoll.
Leute, denkt doch auch mal über euren Konsum nach und ob man wirklich jeden Tag 500g Hühnchen fressen muss, damit man hoffentlich endlich mal 1g Muskelmasse zulegt. Diese extremen Fitness-Junkies essen einfach pro Woche ein bis zwei gesamte Hühner. Um den eigenen Bedarf zu decken, müssten sie sich theoretisch pro Jahr 400 Hühner im Garten halten. Darauf hat dann aber auch keiner Bock, also ab zum Discounter. Hey, ich bin auch Studentin und kaufe nicht nur Bio, aber Bio-Fetischisten und Öko-Mamis zu haten ist nicht cool und war es noch nie. Wenn ich es mir leisten kann, werde ich auch so jemand, der nur noch Bio, nachhaltig und Fair-Trade kauft, denn Veränderung beginnt im kleinen Mann und jeder hinterlässt seine Spuren auf unserem Planeten. Also nächstes mal Fahrrad fahren, wenn man zum Fitness-Studio will, um zum Cycling-Kurs zu gehen.

Passend zum Thema: Ein Bild von einer chinesischen Spezialität, der ich neulich begegnet bin unterwegs mit Beccy

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