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Donnerstag, 9. März 2017

How to become Germany's next Tinderella

Ja, ich gestehe, ich hatte die auf das übelste verrufene App über eine lange Zeit. Mittlerweile nicht mehr. Aber ich finde es nicht verwerflich einen Account dort zu besitzen als Single, außer... naja, dazu später. Es bleibt jedoch nicht zu verachten: Der elend-einsame Junggeselle kann doch auf (manchmal mehr, manchmal weniger) lockere Art und Weise geistreiche Leute kennenlernen und Dinge erleben, zu denen es sonst niemals jemals gekommen wäre. Ist natürlich schade, wenn man zwei Stunden seines Lebens einem Wesen gegenüber sitzt, das einfach die apathischste Variante Mensch darstellt, die du je gesehen hast. Dass auf Tinder auch normale Menschen wie du und ich unterwegs sind, vergessen die meisten Erzfeinde der App. Da dort eben auch viele Normalos ihr Glück versuchen, finde ich es auch nicht merkwürdig, dass wenige tatsächlich auch ihr Glück dort gefunden haben in Form eines lebendigen Partners inklusive Gehirn. Da gibt es die Leute, bei denen im Privatleben partout nichts klappt und die Lust haben mal was Neues zu beschnuppern. Wenn es auch dir so geht: Lade dir halt Tinder runter. Aber beende deine aktuelle Beziehung bitte vorher.
Aber da gibt es auch diese Leute, die plötzlich nicht mehr wissen, wie Sozialleben und Alltag eigentlich ohne diese lebenserfüllende App funktionieren. Einem interessanten Individuum bin ich mal begegnet. Es war eine männliche Kreatur, mit der man sich prima drüber unterhalten konnte, dass Tinder echt eine gute Sache ist, solange man nicht sein völliges Selbstbewusstsein über diese App generiert. Irgendwie sollte Tinder dann schon nicht der Mittelpunkt des Lebens werden und ich möchte behaupten, dass es sinnvoll für das persönliche Wohlbefinden ist auch noch andere Dinge zu haben, die man gern macht, außer tindern und feiern gehen. Leider konnte er super darüber sprechen, aber bezog das beschriebene Problem nie auf sich selber. Um seinen Umgang mit der App im realistischem Ausmaße zu beschreiben, ist es legitim zu sagen, dass er pro Woche meist mindestens zwei verschiedene Damen getroffen und auch normalerweise mit ihnen ins Bett gegangen ist, wenn weiter keine kritischen Vorfälle eintrafen, während der Dates. Klar, irgendwie fragt man sich, welche Frauen das überhaupt mitmachen oder sogar auf sein romantisches Spiel reinfallen und sich davon mehr erhoffen, aber davon gibt es genug in einer Stadt wie Köln. Davon mal abgesehen, dass die Dame, bei der er plötzlich davon sprach, dass es die große Liebe sein muss, sogar circa 70 km entfernt wohnte. Die beiden waren knapp drei Wochen tatsächlich der Meinung: "Wow; wir passen zu 200% zusammen; das ist die große Liebe; die Hochzeit ist in Aussicht; es wird mit jedem Tag schöner". Wie die Story ausging, habe ich schon im letzten Blogpost angeschnitten. Jedenfalls hatte der besagte Herr schon in der zweiten Woche, nachdem die beiden von Amors Pfeilen getroffen wurden, neue Tinderdates, mit denen er erneut ins Bett spaziert ist. Es kam dann in Gesprächen tatsächlich oft das Thema auf, dass man Tinder vielleicht mal eine Weile löschen sollte, um zu ergründen, was man eigentlich will, denn es stand ja irgendwie auch sowas wie eine feste Beziehung in Aussicht, aber glücklicherweise hat die Dame seines Herzens ihn in der dritten Woche total genervt, so dass er seine Tinder-Routine ohne Störfaktor bis heute feuchtfröhlich weiterbetreiben kann. Ich bin gespannt, ob mal eine von denen schwanger wird oder ob er es vorher schafft die App zu löschen. Also meiner Meinung nach ist nicht Tinder selber das Problem, sondern nur die Art und Weise, wie man die App nutzt, gegebenenfalls problematisch angehaucht.

#tinderstattkinder #tinderella #tindernightmares #datingandhating #tinderschänder

Zur Erfrischung, hier ein Foto von einer guten Freundin von mir, die niemals Tinder hatte - Kathi


1 Kommentar:

  1. bitte wieder spannendere Geschichten, dass war leider nichts.

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