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Mittwoch, 18. Januar 2017

Was bin ich für 1 11? - Dobby, geht mit der Zeit

Was definiert dich? Eine Frage, die uns, ob bewusst oder unbewusst, unser ganzes Leben lang begleitet. Im Kindesalter besitzt man noch nicht die Fähigkeit sich in die Perspektive von anderen hineinzuversetzen. Solange man davon ausgeht, dass sich die ganze Welt nur um einen selbst dreht, ist die Frage hinfällig. Im Kindergarten fängt dann so langsam der Sozialisierungsprozess an und Kinder sind dabei schonungslos.
Lizzie Velasquez wurde in der Highschool immer als "hässlichste Frau der Welt" beschimpft und ist heute Motivationstrainerin. In ihrem Vortrag bei TEDx Talks erzählt sie, wie sie in den Kindergarten gekommen ist und sich noch nie darüber Gedanken gemacht hatte, dass sie irgendwie anders aussieht als andere. Dann kommen die anderen. Und das erste Mädchen, was ihr begegnet ist, habe sie angesehen als wäre sie ein Monster. Ich glaube jeder kann sich vorstellen, wie furchtbar es sein muss, wenn dein ganzes Leben lang der ganze spontane Hass und Ekel deiner unreifen Mitmenschen auf dich hereinprasselt. Doch Lizzie hatte die Kraft, trotz allem, was ihr immer an Negativität entgegengeworfen wurde, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln und sagt, bei ihr habe es Klick gemacht, als ihr jemand sagte: "Du würdest der Welt einen Gefallen tun, wenn du dich erschießt." Wer hat denn das Recht zu sagen, wer eine Daseinsberechtigung hat und wer nicht, nur anhand des Aussehens?! Wenn jemand Hitler den Satz an den Kopf geknallt hätte, wäre das wohl etwas anderes, aber jemandem so etwas zu sagen, nur weil er anders aussieht, ist hoffentlich in unser aller Augen eindeutig falsch.
Ich finde es traurig, dass es bis heute so viele gesunde, schöne, junge Frauen und auch Männer gibt, die sich in ihrer Haut unwohl fühlen, weil sie 5kg zu viel drauf haben, die Nase 0,5cm zu lang ist oder andere einfach prinzipiell irgendwie immer alles besser haben als man selbst. Jeder sollte irgendwann mal lernen, sich über das zu definieren, was man hat und nicht über das, was man als perfekt erachten würde. Ich persönlich bin sehr dankbar für meine Familie, meine Freunde, dass ich studieren kann, dass ich sogar schon in der Stadt meiner Wahl wohnen kann, dass mein Umfeld und ich soweit alle bester Gesundheit sind, dass ich machen kann, worauf ich Lust habe und mir sehr viele Türen offen stehen etc. Vielen Menschen geht es schlechter und ich finde mehr Leute sollten sich bewusst machen, dass sie ständig nur auf höchstem Niveau meckern. Ich weiß auch, dass wenn ich mich mal über meine unreine Haut beschwere, das eine Sache ist, die so unglaublich unwichtig ist, dass mir dieses "Problem" wiederum zeigt, wie gut es mir eigentlich geht.

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